5-Tage-Muskelgruppen-Split für Muskelaufbau
Dieser 5er-Split bündelt den Großteil der direkten Arbeit für eine Muskelgruppe in einer Einheit. Ganz getrennt sind die Tage trotzdem nicht: Brustdrücken beansprucht bereits Trizeps und vordere Schulter, Rückentraining den Bizeps, bevor beide später eigene Einheiten bekommen. Der Plan passt zu Trainingserfahrenen, die fünf Studiobesuche zuverlässig einhalten und mit hohem, konzentriertem Volumen umgehen können.
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Trainingsübersicht
- Hauptziel
- Muskelaufbau
- Trainingsaufteilung
- Körperteil-Split
- Trainingsniveau
- Mittelstufe
- Programmdauer
- 8 Wochen
- Einheiten pro Woche
- 5
- Durchschnittliche Zeit pro Einheit
- Etwa 40 Minuten
- Ausrüstung
- Vollständiges Fitnessstudio
Vollständiger Trainingsplan
Wiederhole diese Woche 8 Wochen lang.
Brust
| Übung | Sätze | Wdh. / Zeit | Pause | RIR |
|---|---|---|---|---|
| Bankdrücken | 4 | 6-10 | 150s | 2 |
| Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln | 4 | 8-12 | 120s | 2 |
| Kabelzug-Fliegende auf mittlerer Höhe | 2 | 12-15 | 75s | 2 |
| Liegestütz | 3 | 8-15 | 75s | 2 |
| Seil Triceps Trizepsdrücken | 3 | 10-15 | 60s | 2 |
Rücken
| Übung | Sätze | Wdh. / Zeit | Pause | RIR |
|---|---|---|---|---|
| Langhantel Rudern | 4 | 6-10 | 150s | 2 |
| Latzug | 4 | 8-12 | 120s | 2 |
| sitzend Kabelzug Rudern | 3 | 10-12 | 90s | 2 |
| Einarmiges Rudern am Kabelzug | 3 | 10-12 per_side | 75s | 2 |
| Langhantel-Bizepscurl | 3 | 8-12 | 60s | 2 |
Beine und Rumpf
| Übung | Sätze | Wdh. / Zeit | Pause | RIR |
|---|---|---|---|---|
| vornkniebeuge | 4 | 6-10 | 180s | 2 |
| Beinpresse | 4 | 10-15 | 120s | 2 |
| rumänisches Kreuzheben | 4 | 8-12 | 150s | 2 |
| Beinbeugen im Liegen | 3 | 10-15 | 75s | 2 |
| Beinstrecker-Maschine | 3 | 12-15 | 75s | 2 |
| Unterarmstütz Halten | 3 | 45s | 45s |
Schultern
| Übung | Sätze | Wdh. / Zeit | Pause | RIR |
|---|---|---|---|---|
| Langhantel-Schulterdrücken | 3 | 6-10 | 150s | 2 |
| Kurzhantel-Seitheben | 3 | 12-20 | 60s | 2 |
| umgekehrt Pec Deck | 3 | 12-20 | 60s | 2 |
| Kurzhantel-Shrugs | 2 | 10-15 | 75s | 2 |
| Seilzug zum Gesicht | 2 | 12-15 | 60s | 2 |
Arme und Rumpf
| Übung | Sätze | Wdh. / Zeit | Pause | RIR |
|---|---|---|---|---|
| Langhantel-Bizepscurl | 4 | 8-12 | 75s | 2 |
| Seil Triceps Trizepsdrücken | 4 | 8-12 | 75s | 2 |
| auf der Schrägbank Kurzhantel Curl | 3 | 10-15 | 60s | 2 |
| Kabelzug-Trizepsstrecken über Kopf | 3 | 10-15 | 60s | 2 |
| Käferübung | 3 | 10 per_side | 45s | |
| Seitstütz | 3 | 30s | 45s |
Ruhe / leichte Aktivität
Ruhe / leichte Aktivität
Brust und Rücken setzen früh den Volumenmaßstab
Der Brusttag umfasst vier Sätze Bankdrücken, vier Sätze Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln, zwei Sätze Cable Flys und drei Sätze Liegestütze. Das sind 13 direkte Brustsätze in einer Einheit. Die beiden Pressvarianten liefern den Hauptreiz für die Lastprogression; Flys ergänzen die Adduktion, ohne noch eine schwere Druckübung einzubauen. Bei den Liegestützen lässt sich der Widerstand am Ende der Einheit gut über Ausführung, Erhöhung oder Zusatzgewicht steuern.
Am Rückentag stehen 14 direkte Sätze. Langhantelrudern bildet den schweren Einstieg, Latziehen deckt die vertikale Zugrichtung ab, Kabelrudern und einarmiges Kabelrudern liefern stabilere horizontale Arbeit. Die drei Sätze Langhantelcurls kommen erst nach allen Zugübungen. Der Bizeps hat zu diesem Zeitpunkt also deutlich mehr als nur drei Sätze Belastung erhalten.
Genau darin liegt der Reiz eines Muskelgruppen-Splits: Pro Besuch bleibt der Fokus eng und eine Region wird gründlich bearbeitet. Gleichzeitig ist der Plan unnachgiebig bei Ausfällen. Ein verpasster Brust- oder Rückentag lässt sich innerhalb derselben Runde nicht durch eine zweite direkte Einheit auffangen.
Der Beintag sprengt den 40-Minuten-Rahmen
Frontkniebeugen, Beinpresse und Beinstrecker ergeben elf kniedominante Sätze. Rumänisches Kreuzheben und Beinbeuger ergänzen sieben Sätze für hintere Oberschenkel und Hüftstreckung. Zusammen mit drei Planks à 45 Sekunden stehen 21 Arbeitssätze im Plan.
Die Reihenfolge ist nachvollziehbar. Frontkniebeugen verlangen die meiste Technik, Rumpfspannung und Sicherheit und gehören deshalb an den Anfang. An der Beinpresse kann der Quadrizeps danach stabil weiterarbeiten. Das rumänische Kreuzheben bleibt eine anspruchsvolle Mehrgelenksübung und benötigt die vorgesehenen 150 Sekunden Pause. Wer Kniebeugen und Beinpresse vorher bis zum Muskelversagen treibt, wird hier kaum noch eine saubere Hüftbewegung halten.
Mit Aufwärmsätzen, drei Minuten Satzpause bei Frontkniebeugen und den übrigen vorgeschriebenen Pausen sind 40 Minuten unrealistisch. Etwa 55–70 Minuten sind für viele Trainierende plausibler. Die Lösung ist ein größeres Zeitfenster, nicht das hektische Kürzen der Pausen.
Schulter- und Armtag bauen auf Vorarbeit auf
Der Schultertag beginnt mit drei Sätzen Langhantel-Schulterdrücken und wechselt dann zu Seitheben, Reverse Pec Deck, Shrugs und Face Pulls. Mehr schweres Drücken fehlt nicht versehentlich: Vorderer Deltamuskel und Trizeps waren schon am Brusttag aktiv. Hintere Schulter und oberer Rücken wurden beim Rudern beansprucht. Die höheren Wiederholungsbereiche der folgenden Übungen verteilen zusätzliches Volumen mit geringerem systemischem Aufwand.
Am fünften Tag kommen je sieben direkte Sätze für Bizeps und Trizeps zusammen. Rechnet man die Curls vom Rückentag und die Pushdowns vom Brusttag hinzu, sind es jeweils zehn direkte Wochensätze - zuzüglich sämtlicher Druck- und Zugarbeit. Weitere Armübungen auf Verdacht würden vor allem Ellbogenbelastung hinzufügen.
Dead Bugs und Side Planks schließen die Woche mit Rumpfstabilität ab, ohne nach Langhantelrudern, Frontkniebeugen und rumänischem Kreuzheben noch einmal viel Last auf die Wirbelsäule zu bringen.
Für wen fünf Trainingstage sinnvoll sind
Der Plan richtet sich an Fortgeschrittene im Sinne von trainingserfahrenen Sportlern: Grundübungen sitzen, RIR lässt sich halbwegs zuverlässig einschätzen und ein höheres Satzvolumen wurde bereits vertragen. Er eignet sich besonders für Menschen, die lieber eine Muskelgruppe ausführlich trainieren als in jeder Einheit den ganzen Körper anzuschneiden.
Ein Einsteiger profitiert meist stärker von häufigerer Wiederholung weniger Bewegungen. Auch bei unregelmäßiger Arbeitswoche ist dieser Split ungünstig. Fällt der Beintag aus, vergehen fast zwei Wochen zwischen den direkten Reizen. Ein Ganzkörper- oder Oberkörper-Unterkörper-Plan mit drei bis vier Tagen ist dann robuster.
Benötigt wird ein voll ausgestattetes Studio: Rack, Langhantel, Bänke, Kurzhanteln, Kabelzüge, Latzug, Beinpresse, Beinbeuger, Beinstrecker und Reverse Pec Deck. Werden alle Maschinen durch freie Grundübungen ersetzt, steigt der Stabilisations- und Erholungsbedarf deutlich.
Die Reihenfolge beibehalten, auch wenn die Kalenderwoche rutscht
Vorgesehen sind Brust, Rücken, Beine plus Rumpf, Schultern, Arme plus Rumpf und anschließend zwei Ruhe- oder sehr leichte Aktivitätstage. Der umfangreichste Tag liegt in der Mitte; danach folgen zwei lokalere Einheiten, bevor die nächste Runde beginnt.
Sinkt die Leistung an Schulter- und Armtag regelmäßig, kann nach dem Beintag ein Ruhetag eingeschoben werden. Die Runde dauert dann acht statt sieben Tage, ihre Trainingslogik bleibt aber erhalten. Nach einer ausgefallenen Einheit wird mit genau dieser Einheit weitergemacht. Zwei Tage zusammenzulegen oder immer dieselbe Muskelgruppe zu streichen, löst das Terminproblem nicht.
Für die erste schwere Übung sind progressive Aufwärmsätze nötig. Bankdrücken, Langhantelrudern, Frontkniebeugen und Schulterdrücken brauchen je nach Arbeitsgewicht meist zwei bis vier Annäherungen. Am Beintag sollte auch das rumänische Kreuzheben kurz spezifisch vorbereitet werden. Isolationsübungen benötigen bei bereits warmer Muskulatur höchstens einen leichten Probesatz. Aufwärmsätze zählen nicht als Arbeitssätze.
Doppelte Progression bei etwa zwei Wiederholungen im Tank
Alle Übungen mit Wiederholungsbereich werden bei RIR 2 ausgeführt. Das Satzende sollte sich so anfühlen, als wären noch ungefähr zwei technisch saubere Wiederholungen möglich. Zunächst wird ein Gewicht gewählt, das den unteren Bereich in allen Sätzen zulässt. Mit derselben Last steigen nach und nach die Wiederholungen. Erst wenn jeder Satz das obere Ende mit weiterhin etwa RIR 2 erreicht, wird erhöht.
Beim Bankdrücken bedeutet 4 × 6–10 nicht, dass nach dem ersten Zehnersatz sofort mehr Gewicht auf die Stange kommt. Vier kontrollierte Zehnersätze sind das Kriterium. Bei Seitheben, Cable Flys und Curls sollten die Gewichtssprünge kleiner ausfallen. Bei Liegestützen werden zuerst 15 gleich tiefe Wiederholungen mit stabiler Körperlinie erreicht, bevor eine schwerere Variante oder Zusatzlast folgt.
Jede Übung bekommt ihr eigenes Protokoll. Fortschritt beim Langhantelrudern sagt nichts darüber aus, ob das einarmige Kabelrudern in derselben Woche erhöht werden muss. Gewichtsangaben an unterschiedlichen Kabeltürmen sind ebenfalls nicht direkt vergleichbar.
Erholung zeigt sich am Ende der Woche
Entscheidend ist nicht nur der Muskelkater nach einem einzelnen Tag. Bleiben Wiederholungen, Lasten und Technik von Brust bis Arme stabil? Wiederkehrende Einbrüche in den letzten beiden Einheiten, gereizte Ellbogen oder Schultern, schlechter Schlaf und Restmuskelkater beim Start der nächsten Runde sprechen für zu viel Ermüdung.
Zuerst werden ungeplante Zusatzsätze und Training bis zum Muskelversagen gestrichen. Reicht das nicht, hilft der Ruhetag nach Beine oder ein Wechsel auf vier Einheiten. Für Muskelaufbau müssen außerdem Proteinzufuhr, Gesamtenergie und Schlaf zum Volumen passen.
Ersatzübungen müssen denselben Zweck erfüllen
Bankdrücken lässt sich durch eine andere stabile horizontale Druckbewegung ersetzen, Latziehen durch einen vertikalen Zug. Eine Hackenschmidtmaschine übernimmt die Rolle der Beinpresse besser als eine zweite freie Kniebeuge, weil sie nach den Frontkniebeugen stabile, quadrizepsbetonte Arbeit ermöglicht. Bei limitierender Rückenstreckerermüdung ist brustgestütztes Rudern ein sinnvoller Ersatz für Langhantelrudern.
Nur denselben Muskel zu nennen reicht nicht. Bulgarian Split Squats statt Beinstrecker erhöhen Gleichgewichtsanforderung, Hüftarbeit und Gesamtmüdigkeit in einer ohnehin 21 Sätze langen Einheit. Das wäre eine echte Programmänderung, kein gleichwertiger Tausch.
Was nach acht Wochen realistisch ist
Acht konsequente Wochen reichen, um bei vielen Übungen Wiederholungen und bei einigen die Last zu steigern. Mit passender Ernährung kann daraus sichtbarer Muskelzuwachs entstehen, dessen Ausmaß aber von Trainingsalter, Ausgangslage und Erholung abhängt.
Trotz der eigenen Muskelgruppentage ist dies kein Spezialisierungsblock: Brust, Rücken, Beine, Schultern und Arme erhalten alle nennenswertes Volumen. Für maximale technische Entwicklung in Kniebeuge, Bankdrücken oder Kreuzheben ist die Übungsfrequenz dagegen gering. Nach dem Block sollte das Trainingsprotokoll entscheiden: Bei steigender Leistung und zuverlässiger Anwesenheit kann der Split fortgesetzt werden. Häufige Ausfälle oder anhaltende Ermüdung sprechen für eine andere Aufteilung.
Häufige Fragen zum 5er-Split
Reicht es, jeden Muskel einmal pro Woche direkt zu trainieren? Das kann für Muskelaufbau funktionieren, wenn Volumen und Progression stimmen. Der Nachteil ist die Bündelung aller direkten Sätze und die lange Lücke nach einer ausgefallenen Einheit.
Kann der Armtag vor den Schultertag? Die vorhandene Reihenfolge ist meist besser. Vorermüdete Trizeps verschlechtern das Schulterdrücken, vorermüdete Bizeps können die Ausführung der Face Pulls beeinträchtigen.
Soll der letzte Satz bis zum Muskelversagen gehen? Nein. Vorgesehen sind zwei Wiederholungen in Reserve. Muskelversagen würde die Erholungskosten des ohnehin konzentrierten Volumens erhöhen.
Was, wenn der Beintag deutlich länger als 40 Minuten dauert? Das ist bei 21 Arbeitssätzen und langen Pausen zu erwarten. Plane mehr Zeit ein, statt Grundübungen zu beschleunigen oder beliebige Sätze zu streichen.
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